Mein zweiter Monat in Atakpamé - Die Aktivitäten
29/11/2023
Mein zweiter Monat in Atakpamé - Mon 2eme mois à Atakpamé
Verschiedene Aktivitäten - Des différentes activités
Die Sprache
Togo ist ein Land, in dem man jeden Tag neue Erfahrungen macht und neue Dinge über die Kultur kennenlernt. Wenn wir also durch die Straßen von Atakpamé laufen, werden wir immer freundlich begrüßt und auch wir fragen immer "Comment tu vas?", also "Wie geht es dir?" in allen Variationen. Da die Amtssprache Togos Französisch ist, sprechen wir auch Französisch und lernen durch Gespräche jeden Tag neue Wörter. Doch nebenbei versuchen wir auch Éwé zu lernen, eine der großen heimischen Sprachen. Dies gestaltet sich jedoch etwas schwieriger als Französisch, weil es eine komplett neue Sprache für uns ist, zu der wir bisher keinen Bezug hatten und die auch in der Aussprache deutlich von allem uns bisher Bekanntem abweicht. Manchmal ist sogar der Ton oder Klang des Wortes entscheidend, um nicht plötzlich eine andere Bedeutung zu implizieren.
Dienstag nachmittags findet beispielsweise der Deutschclub ("le club d'Allemand") in der Schule "Saint Albert" statt, den wir selbst gestalten dürfen. Die Schüler dort sind 15 bis 20 Jahre alt und sie arbeiten in der Stunde bisher sehr gut mit. Donnerstags sind wir ebenfalls in derselben Schule, jedoch helfen wir dem Deutschlehrer im Deutschunterricht aus und gestalten keine Stunde aktiv mit.
Jeden Mittwoch und Freitag findet im YMCA die Animation statt. Dies ist ein Programm, bei dem bis zu 250 Kinder zum YMCA kommen. Zu Beginn wird gemalt und gezeichnet oder Armbänder werden mit Perlen selbst gebastelt, was ehrlicherweise mehrfach chaotisch geendet ist. :) Nebenbei läuft natürlich laute togolesische Musik und anschließend findet oftmals eine Sensibilisierung zu einem Thema statt, was uns wichtig erscheint, zum Beispiel Hygiene oder Umweltbewusstsein.
Weitere Aktivitäten
Am Wochenende des 14./15. Oktober 2023 haben Paula, ich und zwei weitere Freunde aus Togo die Stadt Kpalimé besucht. Der eigentliche Grund unseres Besuches war der Wasserfall Kpime, unter den wir uns natürlich auch gestellt haben. Sonst haben wir noch ein Kunstzentrum, das "centre artisanal" genannt wird, besucht und viele aus Holz geschnitzte Gegenstände gesehen, die alle nach der togolesischen Kultur eine Bedeutung haben.
Am Wochenende des 21./22. Oktober 2023 sind Paula und ich nach Lomé gereist, weil dort eine Gala des YMCA stattfand. Selbstverständlich haben wir uns dazu festlich angezogen :) Dort haben wir auch die anderen beiden Freiwilligen Carl und Jannik sowie einige Animateure des ÝMCA, mit denen wir uns gut verstehen, wieder getroffen. So konnten wir uns über einiges austauschen, was in der Zwischenzeit geschehen ist.
Am 28. Oktober 2023 fand ein "Awakening-Togo-Event" statt. Dabei wurde ein Mann eingeladen, der inspirierende Wort zu seinem Leben finden sollte. Zu der Veranstaltung waren auch viele Kinder zugegen, deren Interessen sich aber auf andere Bereiche konzentrieren.
Das Bild ist die Einladung, die online zu dem Event verwendet wurde.
Mehrere Nachmittage haben wir auch Basketball- oder Fußballspielen bei einer Schule zugeschaut und den Abend mit Freunden verbracht. Ein anderes Mal sind wir auf einen Berg gewandert und haben dann die Aussicht auf die Stadt Atakpamé genossen.
Am Samstag, den 04. November 2023 haben wir uns um 6 Uhr bei den Treppen vor dem YMCA getroffen, um einige Pflanzen auf dieser Treppen zu entfernen. Am Nachmittag desselbigen Tages habe ich "Fefe" bekommen - also Braids bzw. Zöpfe. Dazu wurden mir Fake- / Kunsthaare eingeflochten und der ganze Prozess hat über zwei Stunden gedauert. Zu Beginn hat meine Kopfhaut ehrlicherweise etwas geschmerzt, doch mit der Zeit ist es deutlich besser geworden. Ich empfehle es jedem, selbst mal eine neue afrikanische Frisur auszuprobieren. Auch das Thema der "kulturellen Aneignung" hat hier bisher keiner aktiv angesprochen. Stattdessen habe ich Komplimente erhalten.
Bald folgt ein Beitrag über das Essen und auch über meinen dritten Monat in Atakpamé. Darauf könnt ihr euch freuen und vor allem bin ich gespannt, was noch auf mich zukommt.
Eure Margareta
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